Low-Carb … oder Low-Fat … oder mediterran?

Laufend gibt es neue Erkenntnisse durch weltweite Studien. Der Vergleich verschiedener Ernährungsformen, wie Low-Carb (kohlenhydratreduziert), Low-Fat (kalorienreduziert) und mediterraner Ernährung  zeigte, dass durch Low-Carb im Vergleich zu anderen Diäten eine Reduktion des HbA1c-Wertes und des Body-Mass-Index erzielt werden kann. Hingegen zeigte Low-Fat-Diät im Vergleich zu anderen Diäten in einer Metaanalyse nur einen geringen Effekt. 

In Bezug auf die mediterrane Ernährung (viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Olivenöl, Vollkornprodukte) wird vor allem die PREDIMED-Studie zitiert. Dort zeigte sich in allen drei Interventionsgruppen (Low-Fat, mediterrane Ernährung + Olivenöl, mediterrane Ernährung + Nüsse) eine Reduktion des Bauchumfanges und der Insulinresistenz. Das Körpergewicht konnte allerdings nur in der Gruppe der mediterranen Ernährung signifikant gesenkt werden. Demnach hat eine mediterrane Ernährung mit Nüssen und Olivenöl einen positiveren Effekt im Vergleich zu anderen Diäten.

Es ist also notwendig, diese rezenten wissenschaftlichen Erkenntnisse in Form praxisnaher Ernährungsempfehlungen zusammenzufassen. Ziel könnte auch sein, die Biodiversität und Saisonalität mit einfließen zu lassen und vor allem ausreichende Bewegung in den Alltag einzubauen. Ein solcher Lebensstil bringt Diabetiker zielführender zu einer umsetzbaren Ernährungsform, damit zu einer Gewichtsnormalität und möglichen Verbesserung des Krankheitsverlaufes.

Quelle: ÖDG, DIABETES FORUM 3. 2017 (gekürzt)