Über die Leber gelaufen – Fettleber und Heilungschancen

Ist unsere Leber gesund, sind wir voller Schaffenskraft und Lebensfreude – fühlen wir uns aber schlecht, ist uns etwas “über die Leber gelaufen”

Die Leber, zentrales Organ unseres Stoffwechsels, ist die größte Drüse unseres Körpers, zugleich auch größte Verdauungsdrüse. Pro Minute fließen durch das Organ ca. 1,5 Liter Blut, aus dem Nährstoffe gefiltert werden, während gleichzeitig ein Reinigungsprozess stattfindet. 3 Millionen Leberzellen können 500 biochemische Prozesse durchführen, vorausgesetzt, die Leber ist gesund.

Die Leber ist unsere ”chemische Fabrik” – eine umfangreiche Aufgabe und stattliche Leistung!

Ihre wichtigsten Aufgaben sind: Regulierung des Kohlenhydrat-Stoffwechsels, Aufrechterhaltung des normalen Blutzuckerspiegels, Umwandlung von Glukose in Glykogen, das gespeichert und bei Bedarf wieder rückgewandelt wird, Regulierung des Fettstoffwechsels (Cholesterin, Triglyzeride), des Mineral- und Vitaminhaushalts, Produktion von Galle, Albuminen, Globulinen, immunkompetenten Substanzen, Gerinnungsfaktoren, Entgiftung von Toxinen, Ammoniak, Zerfallsprodukten von Medikamenten etc., Blutspeicherorgan, Synthese von Ausgangsprodukten für die Hormonproduktion.

Zur Erkrankung der Leber kommt es meist durch falsche Ernährung:

zu viele Kohlenhydrate, insbesondere Fruktose, zu viel Fett, speziell Transfette und gesättigte Fettsäuren, Bewegungsmangel, Diabetes mellitus, Zellgifte (z. B. bei Chemotherapie), toxische Pilze, Tetracycline (Antibiotika), Kortison, bestimmte Psychopharmaka, chlorierte Kohlenwasserstoffe (Lösungsmittel, Imprägniersprays etc.)

Schon kleine Kinder sind einem Überangebot an Zucker ausgesetzt, besonders Fruktose. Versteckte Kohlenhydrate befinden sich in fast allen Lebensmitteln, z. B. in Fruchtjoghurts, Nuss-Nougat-Aufstrichen, Schinken, Babybrei, getrockneten Früchten, Fruchtsäften bzw. -smoothies u. a. m. Es gibt fast keine Lebensmittel, die nicht Glukose oder Fruktose enthalten. Übergewichtige Kinder sind besonders gefährdet. In den letzten Jahren haben sich die Neuerkrankungen an Diabetes Typ 2, der früher als ”Altersdiabetes” bezeichnet wurde, bei Kindern verfünffacht und betreffen heute schon Kinder unter 10 Jahren.

Insulinresistenz als Folge übermäßiger, falscher Ernährung und Übergewicht

Die Überbeanspruchung der Bauchspeicheldrüse schädigt die Inselzellen. Die Folge ist eine Insulinresistenz. Vorerst versucht der Körper noch, durch vermehrte Insulinproduktion auszugleichen. Nach einiger Zeit erschöpft sich die Insulinproduktion, und Diabetes Typ 2 wird manifest. Die Lebenserwartung sinkt.

Zunehmendes Problem: Fettleber

Bis zu 40 % der Österreicher leiden bereits an einer Fettleber (gem. Grazer Ärztekammer-Fortbildungstag Oktober 2017) – die Folgen können gravierend sein: 25–35 % der Patienten entwickeln eine chronische Lebererkrankung, 10–20 % dieser Patienten entwickeln eine Leberzirrhose, 10 % der an Leberzirrhose Erkrankten bekommen ein Leberkarzinom.

Bei Diabetes wandelt die Leber überschüssigen Zucker in Glykogen um. Sind die Speicher voll, wird die überschüssige Energie in Form von Fett gespeichert. Durch die Insulinresistenz kommt es vermehrt zur Freisetzung von Fettsäuren aus dem Gewebe, die normalerweise durch das Insulin unterdrückt wurde. Es kommt zur Einlagerung von Triglyzeriden in die Leberzellen und somit zur ”Fettleber”. Die Fettleber ist vergrößert, die Funktionen sind beeinträchtigt, vor allem die Insulinempfindlichkeit ist vermindert. Der Kreis schließt sich.

Laborwerte wie GOT, GPT, Gamma-GT, alk. Phosphatase, Cholesterin und Triglyzeride sind erhöht. Eine Sonografie der Leber ist angezeigt. Im fortgeschrittenen Stadium folgen Fibrose, Zirrhose, Karzinom

Nimmt man die Fettleber auf die leichte Schulter, schreitet die Erkrankung fort, es wird noch bedrohlicher. Es kommt zur Entzündung der Leberzellen mit nachfolgender Fibrose (Vernarbung der Leber) – in der Regel bereits irreversibel! Diesem Stadium folgt der Beginn einer Leberzirrhose mit schwersten Störungen der Leberfunktion. Wegen des gestörten Abbaus der Blutfette kommt es zu Gefäßschäden, Herzinfarkt, Schlaganfall, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Bildung von Gallensteinen, Erkrankung der Augen, Nervenstörungen, Nierenerkrankungen bis zum Nierenversagen. Krampfadern in der unteren Speiseröhre können zu schweren, lebensbedrohlichen Blutungen führen. Ein Leberkarzinom droht außerdem.

Gute Nachricht: Die Fettleber ist heilbar – bei rechtzeitigen Maßnahmen

D. h. bei Umstellung der Lebensgewohnheiten, bevor es zu spät ist: Reduzierung von Kohlenhydraten (bes. Fruktose), Reduzierung von fetten Käsesorten, weg mit Transfetten, fettem Fleisch, gesättigten Fettsäuren!
Bewegung + biologische Ernährung!

Natürliche Substanzen, um der Fettleber entgegenzuwirken:

Zimt, Cayennepfeffer, Knoblauch, Koriander, Omega-3-Fettsäure, Mariendistel, Artischocken, Brennnesseln, Kurkuma. Morgens 1 Teelöffel Apfelessig mit etwas Honig in einem Glas Wasser. Gesunde Fette wie Olivenöl, Nussöle verwenden. Auch fermentierter roter Reis ist ein sehr gutes natürliches Mittel. Ab 17 Uhr keine Kohlenhydrate mehr – damit kommen Sie der Organ-Uhr der Leber entgegen. Sehr sinnvoll ist es auch, Toxine und andere leberschädigende Schadstoffe, wie z. B. Schwermetalle, Pestizide, Unkrautvernichtungsmittel (Glyphosat), kurz, den täglichen Giftcocktail schon im Darm zu entsorgen und somit der Leber Arbeit abzunehmen. Eine der potentesten Substanzen zur Entgiftung ist sicher das Zeolith, ein seit Jahrtausenden in der Heilkunde verwendetes Mineralgestein.

Zeolith als Naturwirkstoff gegen Fettleber

Wie dazu der Wissenschaftler Prof. Dr. Karl Hecht meint: ”Zeolith ist der Naturwirkstoff des 21. Jahrhunderts.” Ich kann das aus meiner Praxis nur bestätigen. Anwendungsbeobachtungen im Laufe von 10 Jahren bestätigten mir, was ich aus Studien des Molekularbiologen Prof. Pavelic und von Prof. Hecht aus Berlin erfahren habe. Über 120 weitere Ärzte berichten dieselben Erfolge und haben sie auch dokumentiert. In kurzer Zeit konnten pathologische Leberwerte im Rahmen der Fettleber wieder normalisiert werden, vorausgesetzt, die Patienten änderten auch ihren Lebensstil. Allerdings, bei einer Mahlzeit mit fettem Schweinsbraten und zum Nachtisch Torte mit Schlagobers hilft auch Zeolith nicht.

Nicht nur Giftstoffe aus dem Darm werden gebunden und mit dem Stuhl entsorgt, auch Ammoniak. Laut rezenten Studien von Prof. Lamprecht wird, im Falle einer durchlässigen Darmwand (Leaky-Gut-Syndrom), die Darmwandbarriere durch die Einnahme von Zeolith wiederhergestellt. Das bedeutet, dass wieder normale Verhältnisse im Darm herrschen und Gifte nicht mehr über Lücken in der Darmwand in das Körperinnere eindringen können. Das Leaky-Gut-Syndrom ist verantwortlich für viele Beschwerden und Erkrankungen, auch bei Überforderung der Leber.

Ein weiterer Vorteil sei noch erwähnt: Zeolith ist eines der stärksten Antioxidanzien und ist nebenwirkungsfrei. Natürlich ist auch darauf zu achten, ein hochwertiges, reines und zertifiziertes Produkt zu verwenden.

Ich werde täglich in meiner Praxis mit immer mehr Erkrankungen der Leber und der Bauchspeicheldrüse konfrontiert und bin daher sehr dankbar für eine Substanz, die, als komplementäre Maßnahme eingesetzt, für die Patienten zum Segen wird. Daher, besonders bei Diabetes, auch an die Leber denken und nicht vergessen: Eine gesunde Ernährung und Bewegung sind die Eckpfeiler unserer Gesundheit!

Dr. Ilse Triebnig
Fachärztin für Chirurgie und Allgemeinmedizin, Villach