Diabetes und Krebs?

FotoDiabetes zu steuern ist nicht immer leicht! Ich bin Typ-1-Diabetikerin, 45 Jahre alt. Womit muss man bei Chemo- oder Strahlentherapie rechnen? Wie stark können Hormongaben nach Brustkrebs den Blutzucker beeinflussen?

Dr. Luchner: Die Nebenwirkungen, welche im Rahmen einer Chemotherapie auftreten können, sind vielgestaltig und hängen sehr von der Art der verwendeten Stoffe, des Therapieschemas und der individuellen Verträglichkeit ab. Da Zytostatika nicht nur auf den Tumor wirken sondern auch das schnell regenerierende Gewebe schädigen können, sind u. a. Störungen der Verdauungsschleimhäute (Mund, Speiseröhre, Darm) häufig, beides kann die orale Nahrungsaufnahme einschränken. Zusätzlich besteht oft Übelkeit. Ebenso möglich sind Störungen der Infektions-abwehr, es kommt zu Fieber, der Insulinbedarf kann steigen. Im Rahmen der Strahlentherapie werden abhängig von der Art und Dosis der Bestrahlung auch die
der Brust nahen Gewebe mitbestrahlt und das Gewebe kann mit einer Entzündung reagieren.

Hormongaben nach Brustkrebs beeinflussen andere Hormone und können deshalb, je nach verwendeter Substanz und Dosierung, auch den Blutzucker beeinflussen, dies hängt aber sehr davon ab, was Sie einnehmen. Ihr Krebstherapeut informiert Sie sicher über die für Sie möglichen Nebenwirkungen und wird auch eventuell notwendige Laborkontrollen anderer Hormone vornehmen.