Apotheker helfen bei Arzneimittelengpässen

Arzneimittelengpässe sind für Patienten, die auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, fatal. Für die Apothekerinnen und Apotheker bedeuten sie eine oft langwierige Suche nach Lösungen, um die Situation für die Betroffenen zu verbessern und die Arzneitherapie sicherzustellen.

„Dieses Medikament ist derzeit nicht lieferbar“ – das hört man auch hierzulande immer öfter. Wenn vom Arzt verschriebene oder dringend benötigte Medikamente in der Apotheke gerade nicht verfügbar sind, ist das nicht nur ärgerlich, sondern kann sich auch negativ auf eine bestehende Therapie auswirken. Arzneimittel sollten immer und in jeder Apotheke verfügbar sein, und die Apothekerinnen und Apotheker setzen alles daran, um die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten sicherzustellen.

 

Die Gründe für Medikamentenengpässe sind vielfältig: globale Fusionswellen von Arzneimittelherstellern, die Konzentration von Fertigungsstätten auf wenige, häufig außereuropäische Standorte, Produktionsausfälle oder Schwierigkeiten mit (einzelnen) Wirkstoffen, Hilfsstoffen oder Packmitteln sind nur ein paar Beispiele. Zum Glück gelingt es den Apothekerinnen und Apothekern dennoch immer wieder, die Versorgung der Patienten mit Arzneimitteln sicherzustellen. Im Falle von Engpässen versuchen die Apothekerinnen und Apotheker, das fehlende Arzneimittel von einem anderen Hersteller zu beziehen. Falls Rohstoffe vorhanden sind, können die Apothekerinnen und Apotheker das Arzneimittel manchmal in der Apotheke selbst herstellen. Sind diese Alternativen nicht realisierbar, muss der Patient in Abstimmung mit dem Arzt auf ein anderes Medikament umgestellt werden. Für die Kunden sind diese Bemühungen in der Regel kaum sichtbar, da sich alles „hinter den Kulissen“ abspielt.

 

Die aufwendige Suche nach gleichwertigen Lösungen beansprucht in der Apotheke allerdings viel Zeit und Ressourcen und nimmt bereits mehr als zwei Stunden pro Tag in Anspruch – Tendenz steigend. Dennoch: Die Apothekerinnen und Apotheker werden auch weiterhin ihr Wissen und ihre Marktkenntnis einsetzen, damit aus einem kurzfristigen Lieferengpass kein Versorgungsengpass wird.