Hanföl. Einzigartig und wertvoll durch optimales Verhältnis der beiden Hauptfettsäuren

Hanföl

Hanföl weist einen besonders hohen Gehalt
an den lebenswichtigen mehrfach 
ungesättigten Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren auf und besticht durch ein für den menschlichen Organismus perfektes Verhältnis der beiden Hauptfettsäuren. Dieses optimale Verhältnis von 3 : 1 liegt nur im Hanföl vor. Zudem enthält Hanföl die seltene und entzündungshemmend wirkende Gamma-Linolensäure, die für ihre hautpflegende Wirkung bekannt ist.

Hanf gilt als eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschheit. Schon rund 2.800 v. Chr. wusste man in China die gehaltvollen und wohlschmeckenden Samen der Pflanze zu schätzen und verarbeitete die langen, nahezu unverwüstlichen Fasern. In der Antike war der Hanf für seine heilende Wirkung bekannt, und bis ins 19. Jahrhundert war Hanföl eines der meistverwendeten Speiseöle. Danach geriet der Hanf lange Zeit in Vergessenheit, nicht zuletzt deshalb, weil Hanf Cannabinoide wie THC (Tetrahydrocannabinol) produziert und der Anbau der Pflanze verboten war. Der Anbau als Kulturpflanze zur Gewinnung von Öl und Fasern wird erst in den letzten Jahren wieder vermehrt betrieben.

Das Hanföl als Speiseöl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen und vorzugsweise kalt gepresst, um die Wirkstoffe zu erhalten. Es sollte dabei nicht mit dem Hanföl verwechselt werden, welches durch Destillation aus den Blättern der Pflanze erzeugt wird und zu den ätherischen Ölen zählt. Der Hanfsamen kann getrost als Super Food bezeichnet werden, enthält er doch alle der 8 essenziellen Aminosäuren, auf die unser Körper angewiesen ist und darüber hinaus das optimale Spektrum an Fettsäuren. Doch nicht nur das, die kleinen Samen (ca. 3 mm Durchmesser) punkten auch mit einem hohen Gehalt an Vitamin B1, B2 und Vitamin E sowie an Kalzium, Magnesium und Eisen.

Was hat es nun mit den essenziellen Fettsäuren und ihrem Verhältnis auf sich?

Unser Körper braucht Fettsäuren, um gesund zu bleiben. Sie dienen als Strukturelement für den Aufbau der Zellmembranen, sind für die stetig ablaufende Zellerneuerung notwendig, spielen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Gehirn- und Nervenfunktionen und sind Ausgangselement für zahlreiche weitere Stoffwechselprodukte. Die meisten dieser Fettsäuren kann der Körper selbst bilden, nicht aber die Alpha-Linolensäure (ALA) aus der Gruppe der Omega-3-Fettsäuren und Linolsäure (LA) aus der Gruppe der Omega-6-Fettsäuren. Hier ist der Körper auf die externe Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Sie werden deshalb auch als essenzielle Fettsäuren bezeichnet. Doch fast genauso wichtig wie die Zufuhr, ist auch das Verhältnis, in dem beide Fettsäuren über die Nahrung aufgenommen werden. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind Gegenspieler und sorgen dafür, dass die biologischen Prozesse im menschlichen Organismus im Gleichgewicht gehalten werden, aber nur dann, wenn sie in einem ausgewogenen Verhältnis vorliegen. Folgt man den Vorgaben der Natur, wäre ein Verhältnis von etwa 3 : 1 von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren ideal. Denn während die Alpha-Linolensäure entzündungshemmend wirkt, begünstigt ein Ungleichgewicht mit einem Zuviel an Omega-6-Fettsäuren die Produktion von entzündungsfördernden Substanzen.

Nun ist aber unsere westliche Ernährung durch einen deutlichen Überschuss an Omega-6-Fettsäuren geprägt – im Durchschnitt kann man von einem realen Verhältnis von circa 20 : 1 und höher ausgehen. Die meisten Menschen nehmen also zu wenige Omega-3-Fettsäuren zu sich. Das liegt in erster Linie an unserem von tierischen Lebensmitteln dominierten Speiseplan. Aber auch das in vielen Haushalten gerne verwendete Sonnenblumenöl hat ein sehr ungünstiges Verhältnis von rund 120 : 1!

Hanföl dagegen verfügt als einziges pflanzliches Öl über das optimale Verhältnis von drei Teilen Omega-6- und einem Teil Omega-3-Fettsäuren und leistet damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesundheit. Es kann dabei helfen, der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und entzündlichen Erkrankungen z. B. der Gelenke vorzubeugen und soll sogar den Cholesterinspiegel senken. Darüber hinaus enthält Hanföl die seltene Gamma-Linolensäure (GLA), die ebenfalls der Gruppe der essenziellen Omega-6-Fettsäuren angehört. GLA wirkt entzündlichen Prozessen entgegen und wird innerlich und äußerlich bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte angewendet.

Hanföl in der Küche

Durch seinen dezent nussigen Geschmack lässt sich Hanföl leicht in unsere Küche integrieren. Es eignet sich bestens als Salatöl, kann für Dips und Brotaufstriche verwendet werden oder zum Abschmecken von gedünstetem Gemüse oder Kartoffeln. Auch in Kombination mit Müsli, Käse oder Joghurt kommt es gut zur Geltung. Nur zum Braten und Kochen sollte man das Hanföl auf Grund seines hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren nicht einsetzen, da sonst die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört werden. Bereits 1 Esslöffel Hanföl genügt, um den Tagesbedarf an den wichtigsten essenziellen Fettsäuren vollständig zu decken. 

Kosmetik: Hanföl bei Hautproblemen

Durch seinen hohen Fettsäureanteil hat Hanföl hervorragende hautpflegende Eigenschaften. Es zieht rasch in die Haut ein, es verhindert, dass die Haut austrocknet und rissig wird und lindert entzündliche Hautprobleme und Hautirritationen. Auch bei spröden, trockenen Lippen kann Hanföl schnell Abhilfe schaffen. Das Einreiben der betroffenen Stellen mit dem Öl entspannt die Haut merklich, beruhigt sie und hilft gegen den lästigen Juckreiz. Dabei kann man einen doppelten Effekt erzielen, indem man Hanföl innerlich und äußerlich anwendet!

Hanföl hat eine Haltbarkeit von 9–12 Monaten und sollte wie alle kaltgepressten Öle kühl, dunkel und luftdicht gelagert werden.